Folgende Devices habe ich die letzten Jahre entwickelt und für meine Band TiDe auch tatsächlich selbst im Studio verwendet. Wie das Ganze klingt, kann man hier hören: TiDe … but stones are OK
Jegliche Form der Verfügung-Stellung der folgenden Produkt-Ankündungen ist derzeit aus rechtlichen Gründen noch nicht möglich und wird hiermit ausgeschlossen. (Grund: CE-Konformität, Produktsicherheit, Produkthaftung, usw.)
AGE1
Aktive E-Gitarren-Schaltung mit JFET OPV und einer Mischschaltung bis zu 3 Tonabnehmern, die die klangbildendene Eigenresonanzkurve der einzelnen Tonabnehmer erhalten. Zusätzliche aktive Klangregelungen sind daher irrelevant. Der „natürliche passive“ Klang der Gitarre wird nur von der Kabellänge unabhängig und mit einem sehr feinen stromarmen JFET-OPV sogar etwas „erfrischt“.
DST1-GF,M und DST1-B
Der DST1 ist ein zweistufiger E-Gitarren und Bass-Verzerrer mit dem legendären MC4558 und Germanium Dioden. Die Grundentwicklung beruht auf dem Ibanez TS9, wobei allerdings die Distortion-Stufe zweifach ausgeführt wurde. Diese zweite Stufe kann noch zusätzlich mit dem MID-Schalter bei ca. 240Hz und 2,4 kHz per LCR-Schwingkreis – wie bei Orange-Verstärkern üblich – geboostet werden. Die Serienversion (B1-Muster) wird noch über einen dritten H2 Mid-boost bei ca 5 kHz verfügen.

Abb. DST1-GF im Prototypen Status A2
Insgesamt wird es den DST1 in 3 Versionen geben:
DST1-GF: Gitarren-Version für Musiker, die über Fender-Amps spielen. Der L MID ist hier bei 240 Hz ausgelegt, um eben das typische Mittenloch der Fender-EQs auszugleichen.
DST1-GM: Wie das M vielleicht vermuten lässt, ist diese Variante für Marshall-Amps ausgelegt. Das Mittenloch deren EQs liegt bei ca. 300 Hz. Die -GM Versionen „bläst“ diesem Loch somit entgegen.
DST1-B: Ein Verzerrer für Bass? Ja, genau! Wer ‚Iron Butterfly‘ oder ‚Starless von King Crimson‘ kennt, der weiß, wovon ich spreche. Der L-Mid-Boost wirkt bei 480 Hz, um die 2. Harmonische des DST1-GF zu bilden. Die Grundtöne werden nur wenig verzerrt, so dass die eigentliche Funktion des Basses in der Band erhalten bleibt. Dennoch fettet er wunderbar harmonisch den E-Gitarren-Sound mit an. Für klassische Combo-Bands eine feine Sache, die es so noch nicht gibt!
Die Drehknöpfe werden für die Klein-Serie rein in Alu ausgeführt. Dem Abdeckblech wird eine geschwungene Spline-Form spendiert und auch im Holz versenkt. Die Beschriftungen werden natürlich professionell im Siebdruck oder ähnlichem ausgeführt.

Abb. DST1 im Vorserien-Status B1, screenshot aus FREECAD
Momentan baue ich das erste Muster als „Fender“ Version nun auf, da ich selbst mit einer Japan Stratocaster und einem leicht modifizierten Fender Twin von 1973 spiele.
Aber hier nun der Zwischenschritt von FREECAD zur Realität, erstmal statt mit Holz als PLA 3D Druck und einer gelaserten und gebogenen Alu-Abdeckung:

Abb. DST1 im gerade (07-2020) entstehenden Vorserien-Status B1
MEX73-EQ
ist ein zweikanaliger Hybrid-Micpreamp mit E82CC Trioden, Lundahl-Übertragern und einem basierenden Neve1073-Clone Equalizer
Die Spulen des EQ des Neve-1073 wurden hier durch Gyratoren ersetzt. Das heißt, aus einem Folien-Kondensator kann durch eine aktive Beschaltung mit den hochwertigen JFet-OP275 eine Spule emuliert werden. Eine Idee, die uns prinzipiell und klanglich schlichtweg begeistert hat! Wer allerdings aus puristischen Gründen während der Aufnahme keine Halbleiter im Signalweg haben möchte, kann den EQ mit einem True-by-pass selbstverständlich umgehen und genießt den „reinen“ E82CC und Lundahl Klang.
By the way: Es werden die hochwertigeren E82CC und nicht die ECC82 verwendet. GND-high shifts der symmetrischen Ausgänge sind obligatorisch!

Abb. MEX73-EQ im Prototypen Status A1

Abb. Innenleben des MEX73-EQ
Die Spannungs-Versorgung wird im B1-Muster durch 24V ersetzt! Die Philosophie ist hierbei, nicht mit 230 V zu arbeiten, um
a.) die Niederspannungsrichtlinie zu umgehen, aber auch
b.) den MicPreamp mit DC-Voltage speisen zu können. Das typische 50 Hz Brummen gelangt somit erstmal gar nicht in den hochempfindlichen Verstärker.
Zu diesem Zweck entwickle ich selbst ein kleines Resonanz-Wandler Schaltnetzteil mit einer switching frequency von 560 kHz. Diese hohe Frequenz liegt daher weit außerhalb der typischen Sample-Frequenzen von 192 kHz einer DAW. Hohe Frequenzen können ebenfalls leichter gefiltert werden und erreiche eine Restdämpfung von über – 100 dB auf den Versorgungs-Spannungen. Die bisherige lineare Spannungsregelgung „kämpft“ gegen 100 Hz (wegen Gleichrichtung doppelte Frequenz von 50Hz) mit -112 dB auf der Anodenspannung. Für Audio-Puristen sind ja Schaltnetzteile immer noch DIE Katastrophe schlechthin. Das stimmt so nicht! Es hat immense Vorteile und man muss so und anders entsprechend filtern. Da bitte ich schlichtweg um Vertrauen.
Desweiteren werden noch VU-Meter mit LEDs hinzugefügt. Da dieses Projekt sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, wird vorrangig der DST1 in all seinen Variationen fertiggestellt.